Targeting-Möglichkeiten in Pinterest Ads

Seit März dieses Jahres können wir nun endlich auch in Deutschland über Pinterest Anzeigen schalten. Targeting- und Optimierungsmöglichkeiten sind im Vergleich zu Google- und Facebook Ads noch sehr begrenzt. Nichtsdestotrotz konnten wir schon mit einigen Kampagnen gute Ergebnisse erzielen. Da der Pinterest Ads Manager aber noch lange nicht ausgereift ist, muss man ständig kreativ werden und Workarounds finden, um seine Kampagnen bestmöglich aufsetzen zu können. Deswegen soll es in diesem Blog darum gehen, Probleme zu teilen, Lösungen zu finden und Erfahrungen auszutauschen.

 

Targeting-Möglichkeiten in Pinterest Ads

Hier erfährst du, welche Targeting-Möglichkeiten dir im Ads Manager zur Verfügung stehen und welche Erfahrungen wir bisher damit gemacht haben.

 

1. Demografie

Zuallererst hast du die Möglichkeit Geschlechter auszuwählen. Das Targeting nach Altersgruppen ist in Deutschland momentan leider nicht verfügbar. Auch wenn dir die Option angezeigt wird, beim Speichern deiner Anzeigengruppe, wirst du eine Fehlermeldung erhalten, die erklärt, dass Targeting nach Alter in deiner Region nicht zur Verfügung steht.
Danach kannst du Standorte auswählen (Location Targeting). Du kannst entweder Länder oder Regionen auswählen. Regionen sind hier allerdings keine Bundesländer! Deutschland ist zum Beispiel in sieben Regionen unterteilt (siehe Screenshot).

Falls du dein Produkt oder deine Dienstleistung jedoch lokal, zum Beispiel in einer Stadt oder einem einzigen Bundesland vermarkten möchtest, hast du die Möglichkeit mit Postleitzahlen zu arbeiten. Das ist zwar recht umständlich, aber immerhin gibt es überhaupt eine Lösung um nicht direkt eine ganze Region targeten zu müssen.
Als nächstes wählt man Sprachen und Gerätetypen. Grundsätzlich sollte man seine Zielgruppen nicht zu stark eingrenzen, weswegen ich nur in seltenen Fällen dazu raten würde zum Beispiel Gerätetypen von Anfang an auszuschließen.

 

2. Interessen-Targeting

Pinterest bietet dir zwei Möglichkeiten (Remarketing ausgenommen) um deine Zielgruppe zu erreichen. Interessengruppen ähneln hier dem Targeting von Facebook Ads. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit Keyword-basiert zu targeten, ähnlich wie bei Google Ads. Dazu komme ich aber etwas später.

Verglichen mit dem Interessen-Targeting von Facebook sind die Interessengruppen von Pinterest noch nicht annähernd so umfangreich. Je nach Thema sind die Möglichkeiten sehr begrenzt. Viel vertreten sind Interessen rund um die Themen: Beauty, DIY, Essen und Trinken, Einrichtungsideen, Mode und Hochzeit. Wenn man Interessengruppen findet, die zum eigenen Produkt oder der Dienstleistung passen, dann performen diese nach eigener Erfahrung meistens sehr gut und generieren oft sogar mehr Volumen als Keyword-basierte Anzeigengruppen. Es ist allerdings oft schwer passende Interessengruppen zu finden.

Dennoch kann man auf Pinterest ebenso erfolgreich sein, wenn man nicht die typischen „Pinterest-Themen“ bedient. Finanzen zum Beispiel, sind tatsächlich ein großes Thema auf Pinterest. Hier findet man User, die sich zur eigenen Finanzplanung, zu Immobilien, Krediten oder Versicherungen informieren und Ideen sammeln.

 

3. Keyword-Targeting

Das Keyword-Targeting funktioniert hier ähnlich wie bei Google Ads. Man muss jedoch darauf achten, dass auf Pinterest anders gesucht wird als bei Google. Keywords, die in deinem Google Ads Account gut performen, sind wahrscheinlich ungeeignet für Pinterest. Du solltest auf jeden Fall eine neue Keyword Recherche durchführen und deine Google-Keywords nur als Hilfestellung verwenden. Für optimale Ergebnisse empfiehlt Pinterest mindestens 25 relevante Keywords. Ähnlich wie bei Google gibt es auch hier verschiedene Keyword-Optionen, mit denen du arbeiten kannst: Broad Match, “Phrase Match“ und [Exact Match]. Auch auszuschließende Keywords sind möglich: -“Negative Phrase Match“ und – [Negative Exact Match].
Wenn du weitgehend passende Keywords verwenden möchtest, solltest du dir regelmäßig die Suchbegriffe anschauen. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass Anzeigen teilweise bei Suchbegriffen ausgespielt wurden, die mit dem Ursprungs-Keyword nicht mehr viel zu tun hatten. Nach dem Start einer Kampagne solltest du deswegen täglich in die Liste der Suchbegriffe schauen und unpassende Suchbegriffe gegebenenfalls ausschließen.
Best Practice laut Pinterest ist es, Interessen und Keywords immer in separaten Anzeigengruppen zu sortieren!

 

4. Retargeting

Zu diesem Thema habe ich mehrere ausführliche Artikel geschrieben die zum Beispiel erklären wie du Retargeting Zielgruppen erstellst. In einem anderen Artikel erläutere ich was ActAlike-Zielgruppen sind und wie du diese verwendest!

Hast du noch Fragen? Dann melde dich gerne per Telefon oder Mail bei mir! Ich freue mich auf Deine Nachricht.

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