Mit diesen 8 Tipps bist du bereit für die Peak Season 2023

Mit dem Beginn des letzten Quartals des Kalenderjahres, bricht im (Online-) Handel die sogenannte Peak Season an. Diese „Hochsaison“ beschreibt eine Reihe von wichtigen, umsatzreichen Tagen im E-Commerce, wie dem Singles Day oder Black Friday. Während für einige Unternehmen die Saison bereits mit Halloween oder sogar schon dem Schulstart im August beginnt, startet sie für die meisten Onlinehändler:innen mit dem Singles Day am 11. November und endet am 24. Dezember (Heiligabend).

 

Die umsatzstärkste Zeit des Jahres ist von Preisschlachten geprägt. Um mit dem Wettbewerb mitzuhalten sind viele E-Commerce Unternehmen dazu gezwungen Rabattaktionen anzubieten. Dies stellt vor allem für kleinere Unternehmen enormen Druck und in einigen Fällen sogar eine Bedrohung dar. Denn auf den Werbekanälen steigt der Werbedruck, um die investitionsfreudigen Konsumenten zu erreichen, und die CPMs schießen in die Höhe, im schlimmsten Fall sinken außerdem die Klickraten. Du musst dich mit deinen Ads abheben und eine Sattelfeste Kampagnenstrategie haben, um mitzuhalten. Umso wichtiger ist sich auf diese Phase gut vorzubereiten. Wir haben für dich die wichtigsten Tipps im Folgenden Blogbeitrag zusammengefasst. 

  

 

Welche Tage für wen relevant sind

  1. Je nach Branche und Zielgruppe ist die Relevanz der „Feiertage“ im Herbst und Winter unterschiedlich. Gerade kleine Unternehmen haben oftmals nicht das entsprechende Budget um für jeden Tag während der Hauptsaison große Kampagnen zu launchen. Wir haben dir deshalb eine Übersicht erstellt die zeigen, welche der Tage besonders wichtig für einige Branchen sind.

 

  1. Halloween (31. Oktober) Auch wenn einige Marketingexpert:innen diesen Tag nicht zwingend als Teil der Peak Season sehen, ist er relevant für manche Unternehmen. Besonders Marken, die von US-Trends profitieren oder sich an diesen orientieren, sollten hier die Augen offenhalten.                                                                                                                                                                                                                Pro-Tipp: Wir empfehlen Creatives deiner Social Ads optisch auf Halloween anzupassen unabhängig davon, ob du ein entsprechendes Angebot hast, oder nicht. In Tests konnten wir feststellen, dass Ads in den Farbtönen orange/schwarz rund um Halloween eine höhere Klickrate hatten als unsere Standard Bildanzeigen mit exakt demselben Produkt und ohne Rabattaktion. User werden eher mit deinen Ads interagieren, wenn sie denken er hätte aktualitätswert. Zu Halloween eine Rabattaktion zu fahren ist aber durchaus sinnvoll, auch wenn dein Unternehmen keine Halloweenspezifischen Produkte anbietet, denn zu diesem Zeitpunkt hast du die Chance vor den stark steigenden CPMs zu Black Friday und Weihnachten günstiger Reichweite zu schaffen und deine Conversionrate zu steigern.                                                                                              Mehr zum CPM zur Peak Season folgt unten.

 

  1. Singles Day am 11. November ist der offizielle Startschuss der Peak Season und liefert das Pendant zum Valentinstag. Das Motto des Tages ist es das Leben als Single zu feiern. Viele Käufer:innen tun dies, indem sie sich eine Online-Shopping Tour gönnen. Seinen Ursprung hat der Tag in China doch findet in den letzten Jahren immer mehr Anklang in Europa und den USA.

 

  1. Black Friday hat im Gegensatz zu den ersten beiden Tagen kein Datum, sondern fällt immer auf den letzten Freitag im November. Außerdem startete die lange Tradition als Feiertag des Einzelhandels und der Schwerpunkt verlagerte sich erst in den letzten Jahren auf den Online-Handel. Vor allem für westliche Händler:innen zählt Black Friday zum umsatzreichsten Tag des Jahres.

 

  1. Cyber Monday schließt an das Wochenende des Black Fridays an. Während dieser wie bereits erwähnt als Tag des Einzelhandels galt nahmen am Cyber Monday von Beginn an nur Online-Shops teil. Heute sind Black Friday und Cyber Monday vor allem im europäischen und US-amerikanischen Raum, Teil der sogenannten Black Week.

 

  1. Nikolaus wird am 6. Dezember vor allem in der DACH-Region gefeiert und zählt ebenfalls zu einem der umsatzstärksten Tage im Kalenderjahr. Im Jahr 2019 brachte Nikolaus dem Einzelhandel beispielsweise einen beeindruckenden zusätzlichen Umsatz von ca. 860 Millionen Euro. Diesen sollten du und dein Unternehmen also keinesfalls unterschätzen.

 

  1. Montag vor Weihnachten fällt in diesem Jahr auf den 18. Dezember. Dieser Tag leitet die letzte Arbeitswoche vor Heiligabend ein. Eine Zeit in der besonders viele Käufer:innen finale Weihnachtseinkäufe erledigen. Du solltest hier unbedingt auf ehrliche Kommunikation setzen und den Kund:innen keine falschen Versprechen bezüglich Lieferzeiten machen. Denk darüber nach, wie du, neben dem Expressversand, Kund:innen noch rechtzeitig bedienen kannst. Ideen sind hier Gutscheine per Mail oder Abholung. Beachte dies auch bei deiner Kampagnenplanung, setze dein Budget sinnvoll ein und pausieren Kampagnen rechtzeitig. Aber Achtung: in Q5 solltest du unbedingt wieder am Start sein.

 

 

  1. Heiligabend am 24. Dezember ist es so weit die Peak Season erreicht ihr Ende. Da dieses Jahr der 24. auf einen Sonntag fällt wird das tatsächliche Ende der Hochsaison wahrscheinlich bereits am 23. stattfinden. Auch wenn an diesem Tag der Weihnachtsversand eigentlich aufgrund der Lieferzeiten bereits beendet ist, gibt es für einige Unternehmen dennoch Möglichkeiten den Tag zu nutzen. Sofern es dein Unternehmen hergibt, solltet ihr den Click & Collect Service anbieten oder Gutscheine zum selbst Ausdrucken anbieten. Auch hier unbedingt bedenken deine Kampagnen rechtzeitig, um die passenden Keywords zu ergänzen, in Anzeigentexten darauf hinzuweisen und die Ads auf eine Unterseite mit Gutscheinen zu leiten oder aber einen Hinweis prominent auf deiner Website zu platzieren. Außerdem solltest du in deinen Social Ads entsprechende Creatives ergänzen.

Mithalten oder untergehen

Die Peak Season hält nicht nur Chancen, sondern auch einige Hürden bereit, die es zu bewältigen gilt. Der stärkste und oft in der Jahresplanung nicht beachtete Faktor ist, dass aufgrund des enormen Wettbewerbs die Kosten für Kampagnen stark steigen. Wie im vorherigen Absatz bereits erwähnt, steigen die CPMs und du zahlst für die Reichweite gerne 50-80% mehr. Du musst also mehr Budget einsetzen, um bei gleichbleibender Klickrate genauso viele Menschen auf deine Website zu leiten. Darauf können Kleinunternehmen meist nicht im selben Umfang reagieren, wie es den bekannten Großunternehmen innerhalb derselben Branche möglich ist.

 

Warum du trotzdem mitmachen solltest

Es gibt mittlerweile einen Käuferstamm, der seine Anschaffungen und Einkäufe auf die Rabatt- beziehungsweise den Cyber Monday, weil diese beiden Tage besonders für Rabatt-Aktionen im Bereich Elektronik bekannt sind. Anders hingegen sieht es bei spontanen Kund:innen aus, diese werden von den Rabatt-Aktionen animiert und kaufen dabei Dinge, die sie häufig gar nicht brauchen. Laut einer Studie passiert dies, weil bereits die Aussicht ein Schnäppchen zu ergattern das Belohnungssystem im Hirn triggert. Werden die Angebote dann zusätzlich (künstlich) verknappt, setzt ein zweites Phänomen ein. FOMO lautet die umgangssprachliche Bezeichnung für die Fear-Of-Missing-Out also die Angst etwas wie beispielsweise eine Rabattaktion zu verpassen. Aktionen der Peak Season anpasst. So warten beispielsweise viele Tech-Fans auf den Black Friday

Vorbereitung ist alles – 8 Tipps wie du 2023 noch das Beste für dein Unternehmen rausholen kannst

Wie bei allen Kampagnen und Sonderaktionen kommt es auch hier auf eine sorgfältige strategische Planung an. Du solltest dir daher genügend Zeit für die Entwicklung der Peak Season Kampagnen einplanen. Doch keine Angst, falls du spät dran bist. Auch jetzt haben wir hier noch wichtige Tipps und Tricks wie du das Beste für dein Unternehmen aus der Peak Season 2023 holen kannst.

 

  1. Ganz oder gar nicht

Der erste Schritt deiner Peak Season Planung sollte sein dir überlegen welche Angebote du in die Aktions-Kampagnen mit aufnehmen möchtest. Unser erster Tipp lautet hier: mach es dir nicht unnötig schwer und denke nicht zu kompliziert. Einfache Streichpreise auf einige Produktkategorien oder Prozente auf das gesamte Sortiment reichen meist schon aus.

Empfehlung: Dein Angebot sollte aber wirklich ein Angebot sein. Eine kostenlose Tragetasche für 50 Cent hinzuzugeben oder einen Rabattgutschein für den nächsten Einkauf auszuloben ist keine clevere, kostensparende Idee – wir sprechen aus 16 Jahren Erfahrung… 😉. Dann lieber lassen oder sich auf einen der zahlreichen Tage konzentrieren und hier ein greifbares, für deine Kund:innen sinnvolles Angebot ausarbeiten, was ihr mit Vorlauf bewerbt.

 

  1. Klaren Kopf bewahren und die relevanten Tage auswählen

Du musst nicht an jedem der Tage eine Aktion fahren. Wir alle wissen, dass die Ressourcen in Unternehmen begrenzt sind.

Wie erwähnt reicht es auch, wenn du deine Creatives farblich anpasst. So hast du die Chance trotzdem auf steigende CPMs mit guten Klickraten zu reagieren,  aber mit deinem normalen Business fortzufahren, wenn du zum Beispiel keine Sonderaktion für Nikolaus oder Halloween starten möchtest, sondern entscheidest dich auf Weihnachten und die Black Week zu konzentrieren.

Wichtig ist alle Tage im Blick zu haben, vorab zu durchdenken welche Sinnvoll und machbar für dein Unternehmen sind und für diese Tage eine gute Kampagnenstrategie zu fahren, die du danach auch unbedingt auswertest und deine Learning fürs nächste Jahr ziehst!

 

  1. Keep it simple

Mach einfache Angebote oder Rabattaktionen, die deine Kund:innen verstehen. Dies kann sich positiv auf Kundenzufriedenheit auswirken und deinem Unternehmen die Chance bieten sie als Langzeitkund:innen zu gewinnen. Doch Vorsicht ist geboten, auch Rabattcodes können Schwierigkeiten verursachen. Sie können eine technische Fehlerquelle sein. Das Feld für den Rabattcode sollte leicht zu finden und ohne weiteren Klick (ausklappen etc.) zu sehen sein.  Sonst ist es ein weiterer Schritt den Käufer:innen im Kaufprozess durchlaufen müssen und könnte einige Interessent:innen vom Kauf abhalten.

 

  1. Der Algorithmus muss lernen 

Ein Tipp zur Kampagnenlaufzeit: Starte deine Kampagne bereits mindestens eine Woche vor „dem Tag“ (Black Friday, Halloween etc.). Denn der Algorithmus startet zunächst die Lernphase, in der deine Kampagnen noch nicht optimal und voll ausgespielt werden. In deinen Ads kannst du am entscheidenden Tag nur wenige Sätze oder das Creative austauschen, der Rest der Kampagne bleibt aber gleich. Da die meisten Kampagnen, während der Peak Season keine lange Laufzeit haben, raubt dir diese Lernphase ansonsten Zeit, die du nicht hast. Dadurch können wichtige Umsätze verloren gehen.

 

  1. Creatives – Kostenfalle durch gute Klickrate umgehen

Gerade bei deinen Social Ads, neben der Kampagnenlaufzeit (Tipp 3) der wichtigste Punkt!

Gerade bei steigenden CPMs ist eine gute Klickrate enorm wichtig. Schaffst du es, deine Klickrate im gleichen Maße wie die CPMs zu steigern, kannst du die steigenden Kosten auffangen (bei gleichbleibender Conversionrate). Creatives sollten auf den ersten Blick klar machen, worum es  geht. Nutze dazu farblich passende und typische Designs mit klaren Call-To-Actions. Auch die Rabatte oder Preisreduzierungen sollten klar zu erkennen sein und durch starke Kontraste oder auffällige Farben die Aufmerksamkeit von Käufer:innen auf sich ziehen. Gut funktionieren Streichpreise oder Codes. Diese machen es dir, neben einem funktionierenden Tracking, möglich Käufe in deinem Backend anschließend klar Kampagnen zuzuordnen.

 

  1. Lerne aus deinen Erfahrungen

Wenn du dir unsicher bist welche Rabattaktionen oder Angebote die richtigen sind, wirf einen Blick auf vergangene Aktionskampagnen. Sieh dir an welche Rabatte eine besonders große Umsatzsteigerung verursachten und auf welche Angebote deine Kund:innen bisher am besten reagiert haben. Ziehe deine Entschlüsse aus dieser Analyse und implementiere sie gewissenhaft in die Strategie deiner neuen Kampagne.

 

  1. Website nicht vergessen

Anzeigen, die zu deinen Aktions-Kampagnen gehören, sollten zudem auf separate Landingpages führen, die auf den jeweiligen Tag und Angebot abgestimmt sind. So ergibt sich für Kund:innen ein kohärentes Bild und der Kaufprozess wird nicht gestört. Oder du passt den Look deiner Website temporär an und blendest Hinweise und Rabattcodes ein. Das kann bei kanalübergreifenden Kampagnen durchaus Sinn machen.

 

  1. Extratipp: Q 5

Schalte deine Kampagnen auf keinen Fall nach dem 24.12. aus! Warum erfährst du im nächsten Artikel.

 

Wir wünschen dir viel Erfolg und Happy Feiertage!

 

Gerne unterstützen wir dich die passende Strategie für dein Unternehmen zu entwickeln und umzusetzen. Seit 17 Jahren erstellen und betreuen wir SEA und Social Ads von Kunden aller Branchen. Dabei sind wir spezialisiert auf Performance Kampagnen via Google Ads, Microsoft Ads, YouTube, Meta, Pinterest, TikTok oder LinkedIn. Auch bei der Erstellung von passenden Creatives stehen wir dir gerne zur Verfügung. Wir freuen uns auf deine Nachricht!

 

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